Geburt - Deutsche Dogge Dennin

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Geburt bei der Deutschen Dogge
Erfahrungen von Züchtern
Zu Beginn
Eine Geburt ist auch für einen langjährigen Züchter ein absolutes Highlight in der Zucht und wird auch zukünftig immer ein Wunder der Natur sein. Das Team Züchter und angehende Mutter arbeiten, schwitzen und bangen gemeinsam um die Kleinen, die das Licht der Welt erblicken werden. Nach dem erfolgreichen Deckakt kommt die Trächtigkeit von ca. 63 Tagen. Je nach Wurfstärke fallen die letzten Tage leicht oder schwer für die Hündin aus. Die Trächtigkeit mit einer geringen Welpenzahl ist recht einfach, wobei hier sehr viele Gefahren bei der Geburt lauern (z.B. Wehenschwäche). Ist die Welpenzahl eher groß, so ist die Geburt ebenfalls nicht auf die leichte Schulter zu nehmen (z.B. Kreislauf der Mutterhündin). Beim Letzteren muss man ebenfalls schauen, dass die Hündin genügend Futter zu sich nimmt, damit sie bei Kräften bleibt und auch ihre Welpen ernähren kann. So sind zweistündliche Mahlzeiten zu bevorzugen.
Vorbereitung zum Wurf
Es ist wichtig, dass der Züchter im Vorfeld alles bereit liegen hat. Denn wenn die Hündin einmal mit dem Werfen begonnen hat, dann ist keine Zeit mehr für Handtücher suchen o.ä. da. Als erstes wird die Telefonnummer des Tierarztes oder Tierklinik, falls nicht schon geschehen, ins Telefon einprogrammiert. Danach wird die Wäsche gewaschen, also die Wurfdecken, die als Unterlage in der Wurfkiste gelten und die Handtücher, die zur Trocknung der Welpen und Wurfkiste dienen. Eine Zewarolle zum schnellen Säubern, eine Waage für die Feststellung des Welpengewichts, Markierungshalsbänder zur Unterscheidung der Welpen, Stift und Zettel für die Archivierung des Wurfes und Kontrolle (dabei wird die lfd. Geburtsnummer, Geburtszeit, Geschlecht, Gewicht, Abzeichen, Missbildungen und Geburtshilfen festgehalten), Fieberthermometer und eine Mülltüte.
Stellwehen
Züchter, meist unerfahrene Züchter verwechseln Stellwehen häufig mit der Öffnungsphase der Geburt und werden sehr nervös, wenn nach 24 Stunden hecheln, buddeln und schlafen noch keine Welpen geboren werden. Bei den Stellwehen beginnen die ersten Kontraktionen der Gebärmutter und leitet die Öffnungsphase erst ein.
Öffnungsphase
Verstärkter Nestbau, Nahrungsverweigerung und drücken mit dem Körper gegen die Wurfkiste ist häufig bei der Öffnungsphase zu beobachten. Hierbei wird der Gebärmutterhals geweitet und kann 6 bis 18 Stunden andauern, bei Erstlingswürfen kann diese Zeit sogar noch überschritten werden (bis zu 36 Stunden). Häufig zittert die Hündin in dieser Phase, löst sich mehrmals in der Stunde und baut verstärkt Nester (im Haus und auch im Garten).
Austreibungsphase
Die Kontraktionen im Inneren verstärken sich und treten in kürzeren Abständen auf. Dies geschieht so lange, bis sich der Gebärmutterhals soweit gedehnt hat wie es für eine Geburt erforderlich ist. Die Wehentätigkeit ist nun vom Beobachter äußerlich durch starkes Zittern der Hündin und in sich gekehrte Konzentration zu beobachten. Durch die Dehnung des Gebärmutterhalses und der Scheidenwand wird körpereigenes Oxytocin ausgeschüttet, welches die Kontraktion der Bauchmuskulatur auslöst. Nun beginnt die Hündin mit den Presswehen (Bauchpresse).
Geburt
Eine normale Geburt verläuft in ca. 8 bis 16 Stunden, je nach Welpenstärke müssen auch bis zu 16 Stunden eingeplant werden. Vor Beginn der Bauchpresse geht in der Regel Fruchtwasser ab. Der erste Welpe zeigt sich nach einigen Bauchpressen durch Wölbung kurz vor dem Austritt. Mit den nächsten starken Wehen wird der Welpe in aller Regel innerhalb von 30 Minuten geboren. Dabei kann der Welpe mit dem Kopf voran als erstes kommen, oder auch mit den Hinterpfoten. Unsere Beobachtungen und Aufzeichnungen haben ergeben, dass beide Kopf- wie auch Hinterendlage sich die Waage halten und normal sind. Zu Beginn der Geburt ist der Welpe normal in der Fruchthülle. Zu späteren Zeitpunkt kann es geschehen, dass die Fruchblase bereits geplatzt ist und der Welpe ohne Hülle geboren wird. Auch das ist unter einer normaler Geburt zu notieren. Jede Geburt, die vorangeht ist als Normal zu beschreiben. Der Abstand zwischen den Welpen ist sehr unterschiedlich. Es gibt Hündinnen, die werfen alle 30 Minuten einen Welpen und manche Hündinnen halten eine 2 Stundenpause ein. Wenn nach mehr als 30 Minuten stark anhaltender Bauchpressen kein Welpe geboren wurde muss tierärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Der Welpe ist da!
Mit der letzten Presswehe ist der Welpe geboren. Die Fruchtblase muss am Köpfchen sofort entfernt werden, damit der Welpe kein Fruchtwasser verschluckt. Keine Hektik und mit Ruhe wird nun hier vorgegangen. Die Mutterhündin wird die Einhäute ablecken und auch den Welpen durch Lecken zu trocknen. Man kann ihr zur Hand gehen, sie aber bitte nicht entmündigen. Weniger ist häufig mehr. Auch die Nabelschnur kann von der Hündin alleine abgebissen werden. In der Regel übernehmen wir hier den part mit Daumen und Zeigefinger. Wir drücken die Nabelschnur kurz ab und ziehen danach die Nabelschnur in gegensätzlicher Richtung auseinander. Übertriebene Hilfestellungen verunsichern die Hündin nur und kann das Werfen zum Stocken bringen. So muss der Züchter Obacht geben und Hilfestellungen leisten, wenn sie wirdklich von Nöten sind.

Wenn der Welpe geboren wurde und es befindet sich noch Fruchtwasser im Näschen, dass dieses sofort vom Züchter abgesaugt wird. Ist die Nase frei und der Welpe wirkt schlapp, so kann der Züchter den Kreislauf durch stärkeres Rubbeln mit dem Handtuch über den Rücken des Welpen den Kreislauf anregen. Nach der Geburt sind die Welpen müde, aber trinken in aller Regel sofort an der Milch. Zwar nicht lange, aber eben genug um Kraft zu tanken. Das Trinken fördert den Wehengang der Hündin, so ist ein zeitnahes Anlegen immer sehr wichtig. Wird die Mutterhündin ruhig und legt sich zum Schlafen nieder, so sollte kurz beim Tierarzt kontrolliert werden, ob tatsächlich alle Welpen geboren wurden.

 
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